Jugendarbeit Musikverein Zimmern u.d. Burg e.V.       zurück

 

 

Allgemeines zur Jugendausbildung

 

Flötengruppe

(Anne Hermes)

Unsere Flötengruppe ist der ideale Einstieg für Kinder ab dem 7. Lebensjahr.
Hier lernen sie neben ersten musikalischen Grundkenntnissen auch das Blockflötespielen.
(Es fallen Kosten an für Lehrer, Blockflöte und Ausbildungsliteratur!)

 

Theorieunterricht

(Christoph Bliestle)

Ab dem 10. Lebensjahr bekommen die Kinder eine umfassende Ausbildung
in Musiktheorie durch einen qualifizierten Lehrer.
(Es fallen Kosten an für Unterrichtsliteratur!)

 

 

Instrumentalausbildung

Nachdem die Kinder die musikalischen Grundkenntnisse erlangt haben,
beginnen wir mit der Ausbildung auf dem

jeweiligen Instrument durch qualifizierte Musiklehrer.
Außerdem werden die Kinder auf die D-Prüfungen vorbereitet.
Die Ausbildung erfolgt als wöchentlicher Einzelunterricht.

(Es fallen Kosten an für ein eigenes Musikinstrument, Unterrichtsliteratur, evtl. Notenständer, außerdem wird von nun an ein monatlicher Beitrag in Höhe von 40 € erhoben, der für die Finanzierung des Lehrers verwendet wird!)

 

 

D1-Prüfung

Die Kinder werden von Ihrem Instrumentallehrer auf die Prüfung vorbereitet. Außerdem findet ca. 2 Monate vor der Prüfung (1x pro Woche) zusätzlicher Theorieunterricht statt. (Kosten werden vom Verein übernommen)

 

 

JuKa I

(Timo Scheible)

Nach erfolgreich bestandener D1-Prüfung sind die Kinder nun so weit,
dass sie in der JuKa I etwas schwerere Literatur spielen können
und somit auch auf das Nivau der D2-Prüfung gebracht werden.
Die Probe findet zusätzlich zum Instrumentalunterricht einmal wöchentlich statt.

(Kosten für Noten und Dirigent werden vom Verein übernommen!)

 

 

D2-Lehrgang

(mehrtägiges Seminar)

Die Kinder werden von Ihrem Instrumentallehrer auf den Lehrgang vorbereitet.
Außerdem findet ca. 2 Monate vor der Prüfung (1x pro Woche)
zusätzlicher Theorieunterricht statt.
(Es fallen Kosten für den Lehrgang an; zur Hälfte wird er vom Verein gefördert!
Nach bestandener Prüfung entfällt der monatl. Beitrag von 40 €
außerdem ist der Instrumentalunterricht von nun an freiwillig
und und wird nicht mehr vom Verein gefördert!)

 

 

Aktive Kapelle

(Mario Scheible)

Wenn die Jugendlichen ihre D1-/D2-Prüfungen erfolgreich bestanden haben
und unsere musikalischen Leiter es empfehlen,
werden sie in die aktive Kapelle übernommen.

 

D3-Lehrgang, C-Lehrgänge

(mehrtägige Seminare)

Für gute und engagierte Musiker besteht die Möglichkeit weitere Lehrgänge zu besuchen.
Nach erfolgreicher Teilnahme besteht die Möglichkeit selbst Aufgaben
in der Jugendausbildung zu übernehmen.
(Diese Lehrgänge sind  freiwillig und werden zur Hälfte vom Verein finanziert.)

 

 

 

 

Warum musikalische Ausbildung von Kindern?

Musik macht Kinder kreativer und sozial kompetenter!

 

Ergebnisse einer Langzeitstudie an Berliner Grundschulen:

Auf der Internationalen Musikmesse 2000 in Frankfurt stellte Prof. Dr. Hans Günther Bastian die Ergebnisse des Projektes "Zum Einfluss von erweiterter Musikerziehung auf die allgemeine und individuelle Entwicklung von Kindern" vor.

Unter seiner Leitung wurden über 1 Mio. Datensätze erfasst und ausgewertet. Die Untersuchung fand in den Jahren 1992 bis 1998 als Langzeitstudie an sieben Berliner Grundschulen mit musikbetonten Zügen (d.h. ein zweistündiger Musikunterricht pro Woche, das Erlernen eines Instruments sowie das Musizieren im Ensemble) und an zwei Vergleichsschulen mit konventionellem einstündigen Musikunterricht statt.

Die Ergebnisse dieser sechsjährigen, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Untersuchung sind frappierend:

 

1. Soziale Kompetenz und soziale Reflexionsfähigkeit werden nachhaltig durch Musikerziehung verbessert. In musikbetonten Grundschulen ist die Zahl von völlig ausgegrenzten Schülern nachweislich geringer. Umgekehrt ist der Anteil der Kinder, die keine einzige Ablehnung von ihren Klassenkameraden erhalten, doppelt so hoch wie an konventionellen Schulen. Kinder mit Musikerziehung verfügen über Vorteile in ihrer sozialen Urteilsfähigkeit, sie sind besser in der Lage, aus Erfahrungen zu lernen und in Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen zu denken sowie Situationen des Alltags adäquat zu erfassen und zu beurteilen. Daraus lässt sich folgern: Erweiterte Musikerziehung ist eine soziale Chance in der Prophylaxe von Gewalt und Aggression unter Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft.

 

2. Bereits bei sechs- bis siebenjährigen Kindern stellte die Forschungsgruppe um Prof. Bastian einen monoton-steigenden Zusammenhang zwischen musikalischer Begabung und Intelligenz fest - der IQ-Wert steigt mit zunehmender Musikalität. Damit werden frühere Forschungsergebnisse voll bestätigt, die einen Zusammenhang von Musikalität und Intelligenz konstatieren.

 

3. Verstärkte Musikerziehung hilft vor allem Schülern mit hohen Konzentrationsdefiziten.

 

4. Kreativität und Leistungsvermögen steigen bei Kindern aus musikbetonten Grundschulen signifikant. Positive Transfer-Effekte für die Persönlichkeitsbildung sind somit eindeutig nachzuweisen. Obwohl musikalisches Lernen zuallererst und intentional musik-immanent, funktionsfrei geschehen soll, birgt das Musizieren ein Wirkungspotential, das zu mehr Kreativität, Ausdauer, Flexibilität, divergentem Denken u.v.a.m. befähigt.

 

5. Musikbetonte Erziehung bedeutet zusätzliche Zeitinvestition. Doch der vermehrte Zeitaufwand geht ganz eindeutig nicht zu Lasten der allgemeinen schulischen Leistungen. Zu keinem Zeitpunkt der Studie waren die Leistungen der Kinder aus der musikbetonten Grundschule in den sogenannten "Hauptfächern" schlechter als in der konventionellen Grundschule. Der prozentuale Anteil der Kinder mit überdurchschnittlich guten Leistungen ist in der musikbetonten Grundschule sogar häufig höher als in der herkömmlichen Grundschule. Dies gilt für die Fächer Mathematik, Geometrie, Deutsch und Englisch.

 

Fazit:

Prof. Bastian zieht aus seiner Studie eindeutige Schlüsse: "Unsere Ergebnisse und Erkenntnisse verlangen eine engagierte Kultur-, Bildungs- und Schulpolitik, die in unseren allgemein bildenden Schulen das Fach Musik vom Rand in die Mitte rücken". Er fordert, dass in allen Bundesländern die Grundschüler die Chance erhalten, neben einem mindestens zweistündigen Musikunterricht in der Schule ein Instrument zu erlernen und in einem Ensemble zu musizieren.

Gerade für die Eltern, die Sie nach Sinn und Bedeutung früher Musikerziehung fragen, gibt es jetzt eine fundierte Antwort. Denn endlich ist wissenschaftlich nachgewiesen, was MusikerzieherInnen schon immer wussten: Musik macht Kinder kreativer und sozial kompetenter!